Winter wie damals...

Kalte Nasen, rote Backen, Schneeengel, Purzelbäume im Schnee,
Schneemänner bauen, der Duft von warmem Apfelstrudel

Warum lieben wir Erwachsenen den Winter in den Bergen eigentlich so sehr?

Sind es wirklich Pistenkilometer und Après-Ski? 

Vielleicht!

Aber tief im Inneren steckt wohl Sehnsucht nach einem Winter, wie wir ihn als Kinder erlebt haben:

Als wir uns mit Schneebällen beworfen haben, lachend in den Schnee gefallen sind, in den Himmel gegrinst haben und die Zeit still gestanden ist...

Wenn die Tage kürzer werden, die Stuben mollig warm sind und dein Lieblingsplatz vor dem Kachelofen ist, wenn es nach Tee und Kerzen duftet und die Schneeflocken wie Wattebäusche vom Himmel fallen, dann ist es auf einmal so leise...

Winterwanderung zur Marienbergalm

Schließe deine Augen für einen Moment und stell dir eine einsame Almhütte in einer verschneiten Landschaft vor. Weit und breit nichts außer der weißen, glitzernden Pracht. Kein Geräusch, außer dem knisternden Ofen im Inneren. Weit und breit niemand, nur dein Lieblingsmensch, gute Freunde oder deine Familie.

Die Natur schläft, man sieht nur wenige Lebewesen und der Schnee hat sich wie eine schützende Decke über alles gelegt, als wolle er die kostbaren Naturphänomene für das nächste Jahr bewahren. In der von Menschen dominierten Stadt und den Tälern bemerkt man diese Tatsachen kaum.

Skitouren oder Schneeschuhwanderungen sind in der unberührten Schneelandschaft unserer Alm ein unvergleichlicher Genuss!

Bist du schon mal mit den Tourenski oder den Schneeschuhen durch den tiefverschneiten Winterwald gegangen? Kitschig? Vielleicht! Aber unvergesslich schön.

Beim Parkplatz Arzkasten, Richtung Alpsteig/Marienbergalm geht`s los. Durch eine wunderschöne Schneelandschaft schlängelt sich der Alpsteig hinauf. Der Steig verläuft durch herrliche Waldabschnitte, schneebedeckte Zweige - an denen Eiszapfen hängen und Blick auf das Bergmassiv zur Marienberg Alm. Immer wieder sind unzählige Tierspuren, die eine intakte Tierwelt verraten, auf dem Weg zu sehen. Ein Stück unter der Alm führt eine Brücke über den meist frostigen Marienberg-Bach. Am Almboden angelangt, geht`s dann schnell und die Hütte ist in wenigen Minuten erreicht.

Alternativ kann man auch beim Parkplatz in Aschland starten und über die Forststraße zur Marienberg Alm aufsteigen.

Als Abstiegsvariante kann der Forstweg zurück nach Arzkasten genommen werden.

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„Bei jedem Schritt mit der Natur bekommt jemand weit mehr als er sucht.“

- John Muir -

 
 

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Skigebiet Biberwier/Marienberg

Für alle jene, die den Trubel der größeren Skizentren meiden möchten

Das Skigebiet Biberwier-Marienberg befindet sich in der Tiroler Zugspitz Arena, oberhalb von Biberwier und ist mit dem Skibus aus der gesamten Region kostenlos zu erreichen. Das Wintersportgebiet liegt auf einer Höhe von 1.000 m bis 1.820 m. Zum Skifahren und Snowboarden stehen 11 km Pisten und 1,3 km Skirouten zur Verfügung. 5 Lifte befördern die Gäste. Es ist Erholungs- und Lieblingsskigebiet für Familien mit Kindern, Genußskifahrer und alle, die es beim Skifahren gemütlicher angehen lassen wollen. Es begeistert mit herrlichem Panorama und zeichnet sich besonders durch die familienfreundlichen Angebote wie breite und leicht befahrbare Pisten aus. Auch die rot markierten Pisten sind von etwas geübteren Kindern gut zu meistern. Alle anderen können im Kinderbereich Biberland und in Bibers Buzzebahn noch an der Technik feilen. Die Region gilt generell als ziemlich schneesicher, zusätzlich sorgen jedoch noch  Beschneiungsanlagen für beste Pistenverhältnisse.

Das Skigebiet Biberwier-Marienberg besteht mehr oder weniger aus zwei Ebenen. Unten am 6-er Sessellift Mariabergbahn 1 befindet sich eine breite Carvingautobahn, die sich wunderbar für Anfänger eignet. Auf der leichten Piste lassen sich bestens die großen Schwünge üben, bevor es mit der Marienbergbahn 2 weiter nach oben geht. Die Doppelsesselbahn ist nicht die schnellste und so hat man etwas mehr Zeit, den verschneiten, wunderschönen Winterwald zu genießen. Oben angekommen befindet man sich auf 1.820 m über dem Meer und hat das weite Ehrwalder Becken vor sich liegen. Spätestens jetzt ist es an der Zeit, das erste Panoramafoto zu machen.

Anschließend gibt es hier oben auf dem Sonnenplateau zwei kürzere Schlepplifte zu entdecken, die beide schöne, mittelschwere Abfahrten erschließen. Besonders der Almlift liegt ruhig und abgelegen und führt durch leicht bewaldetes Gebiet. Von dessen Bergstation, direkt von der großen Sonnenterrasse der Marienbergalm aus, lässt sich bereits ein atemberaubender Ausblick auf das Mieminger Plateau sowie das Ötztal erkennen. Vom Sonnenplateau stehen zwei Varianten zurück zur Talstation zur Auswahl:

Eine mittelschwere Waldabfahrt oder eine schöne, engere Skiroute durch den Wald. Sportlichere Ski-und Snowboardfahrer werden die Skiroute bevorzugen, ist doch hier meistens eher wenig los. Am Ende treffen sich beide Varianten wieder und führen anschließend auf der breiten Carvingautobahn zurück nach Biberwier ins Tal.

Betriebszeiten:

Generelle Saison: Mitte Dezember - Ende März

17.12.2021 bis 03.04.2022

(Änderungen vorbehalten!)
Öffnungszeiten: 08:30 - 16:30 Uhr

Jeden Freitag von 19:15 bis 21:45 Uhr Nachtrodeln und Funsport.

Geräteverleih direkt an der Talstation der Marienbergbahn bei Sport Schönherr.

Hinweis: Die Öffnungszeiten sind generelle Angaben vom Skigebiet Biberwier – Marienberg und können je nach äußeren Bedingungen, Wochentagen, Schulferien und Feiertagen variieren.

„Demut gebietend und erhebend zugleich, kaum etwas in der Natur flößt uns so viel Ehrfurcht ein wie der Anblick von Bergen.“

- Kofi Annan -

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Handschuhspitze -
eine steile Schneeflanke in den Miemingern

Schon von weitem leuchtet die weiße Schneeflanke vom Kamm der Handschuhspitze herunter. Ab der Waldgrenze ziehen sich die Südhänge steil hinauf bis zum Gipfel und versprechen herrlichen Firngenuss.

Gestartet wird beim Parkplatz Aschland bei der Abzweigung der Forststraße in Richtung Marienbergalm (1.150 m). Über die Forststraße geht es gemütlich durch den Wald hinauf ins Marienbergtal. Ab ca. 1.380 m zieht sich die Straße nun direkt in nördlicher Richtung oberhalb des Marienbergbaches in Richtung Marienbergalm. Auf ca. 1420 m lichtet sich linkerhand der Wald bzw. zieht eine schmale waldfreie Schneise in direkter Linie nach Westen hinauf in Richtung Gampenköpfle (1.711 m). Entweder angenehm durch den lichten Wald oder etwas anstrengender in direkter Linie geradeaus bergan zur Starkstromleitung mit ihren Monster-Stahlmasten. Nun wird das Gampenköpfle (1.711 m) bzw. die schönen waldfreien und sanften Hochflächen erreicht. Von dort wird die waldfreie Fläche überquert, die Starkstromleitung rechterhand liegen gelassen und immer steiler werdend, anfangs noch durch den Bergwald und dann schon bald durch die Latschenzone aufgestiegen (bei viel Schnee sind die Latschen völlig zugedeckt). In einigen Spitzkehren geht es bergan, bis ein Köpfl erreicht wird. Hier wird linkerhand in eine steile Rinne hinein gequert, über diese wird in einigen weiteren Spitzkehren rasch an Höhe gewonnen. Die Rinne endet auf einer flachen Schulter. Hier wird nochmals ein kurzes Stück linkerhand hinausgequert und in weiterer Folge über den steilen und weitläufigen Südhang hinauf zum Gipfel der Handschuhspitze auf 2.319 m gestiegen.

Nach einer guten Jause und einem grandiosen Rundumblick, folgt eine wunderschöne Firnabfahrt, die sich gleich wie der Aufstieg gestaltet. 

Sicherheitshinweise:

Bei der Skitour auf die Handschuhspitze handelt es sich um eine Frühjahrstour, die sichere Verhältnisse voraussetzt. Aufgrund der Südausrichtung ist ein früher Aufbruch notwendig. Die Skitour ist ab der Waldgrenze durchgehend steil und verlangt eine sichere Spitzkehrentechnik und gutes skifahrerisches Können.

Ausgangspunkt Forststrasse zur Marienbergalm
Ausgangspunkt Forststrasse zur Marienbergalm

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die Handschuhspitze grüsst bereits herunter
die Handschuhspitze grüsst bereits herunter

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Einfahrt in die Rinne. Unten bereits das Gampenköpfle zu erkennen.
Einfahrt in die Rinne. Unten bereits das Gampenköpfle zu erkennen.

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Ausgangspunkt Forststrasse zur Marienbergalm
Ausgangspunkt Forststrasse zur Marienbergalm

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„Nur wenn ich meine eigene Spur trete, kann ich starke Erfahrungen machen.“
- Reinhold Messner -

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Skitour Höllkopf

Gipfelpanorama vom Feinsten

Aufstieg ab Parkplatz Aschland auf der Forststraße bis zur Marienbergalm (1.623 m). Von dort über die Skipiste bis zum Marienbergjoch. Südöstlich des Jochs beginnt die traumhafte Landschaft des Tourengeländes. Links die steilen Wände der Marienbergspitzen, vor einem das tiefe Inntal und rechts die beeindruckenden Flanken des Hochwannig. Vom Skigebiet ist schnell nichts mehr zu sehen. Zunächst steigt man im Latschenbuschwerk ziemlich lange über das Arzbödele gegen Südosten auf und hält respektvollen Abstand zu den in der Morgensonne grell leuchtenden Felswänden am Grünstein.  Unterhalb des Hölltörl`s ist eine kurze steile Flanke zu queren bis man im 2.126 Meter hohen Hölltörl ankommt. Am Törl angekommen kann man sich die Abfahrt - bei sicheren Lawinenverhältnissen -  in die sogenannte Hölle sehr gut vorstellen. Im Hölltörl biegt man rechts ab und kommt in relativ steile, aber gut zu meisternde Nordhänge hinein, die bis knapp vor das Gipfelkreuz ansteigen. Die letzten Meter schiebt man schließlich die „Brettln“  gegen Osten zum Kreuz hinüber und kann sich auf dem ausgedehnten Gipfel (2.193 m) an einer grandiosen Rundschau erfreuen.
Abfahrt Entlang der Aufstiegsroute.

„Es ist eine urmenschliche Erfahrung, dass man sich auf dem Berg droben dem Himmel näher fühlt.“
- Anselm Grün - 

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Grünsteinumfahrung

Skitour durch das Herz

der Mieminger Kette

Die Grünstein Umfahrung ist eine der klassischen und bekanntesten Skitouren in der Mieminger Kette. Mit mehrmaligen  Aufstiegen und Abfahrten führt diese Umfahrung äußerst abwechslungsreich und landschaftlich großartig von Obsteig nach Ehrwald. In einem stetigen Auf und Nieder (viermal anfellen!) wechselt man von der Südseite in nordseitige Kare, die oft bis spät ins Jahr mit feinem Pulverschnee gefüllt sind. Man findet nur wenig vergleichbares in der Nähe!

Dolomitenähnlicher Flair und steilere Rinnen zeichnen diese Skirunde aus. Sie bleibt jedoch versierten Tourengehern vorbehalten, denn sie ist lang und anstrengend. Auf dieser sportlichen Ausdauertour wird normalerweise kein Gipfel erreicht, es sei denn, man legt einen kleinen Abstecher zum Höllkopf ein.

Im Bereich der Hölle (Hölltörl und Grünsteinscharte) ist meist relativ viel los, auf der Nordseite oberhalb des Drachensees sind hingegen nur wenige Skitourengeher.

 

Aufstieg ab Parkplatz Aschland auf der Forststraße bis zur Marienbergalm (1.623 m). Von dort über die Skipiste bis zum Marienbergjoch. Vom Joch quert man immer leicht ansteigend Latschenhänge hinauf zum Hölltörl. Kurz vor dem Törl peilt man als Richtungspunkt einen großen Felsblock an. Vom Hölltorl (2.126 m) kann man den Höllkopf (2.194 m) in ca. 10 Minuten besteigen. Vom Hölltörl fährt man östlich durch eine breite Rinne in die Hölle ab und steigt nach dem Anfellen nördlich durch eine Rinne hinauf zur Grünsteinscharte (2.272 m). Von der Scharte fährt man nördlich bis kurz vor den Drachensee ab (Achtung, im unteren Teil ist eine steilere Stufe mit Vorsicht zu genießen). Man entscheidet selbst wie tief man hinunter fährt bzw. wie lange man wieder aufsteigen will - einige gehen bei sicheren Schneeverhältnissen auch fast waagrecht hinüber zum Tajatörl (2.259 m). Nach dem Wiederaufstieg zum Tajatörl - es ist die Scharte rechts vom Felsturm - fährt man hinunter ins Brendlkar, vorbei am Brendlsee zur Langlaufloipe. Dort rechts (evtl. besser mit Fellen) zurück zum Skigebiet und in diesem zur Talstation der Ehrwalder Alm-Bahn abfahren. Mit dem Skibus zurück nach Biberwier. Zum Ausgangspunkt in Obsteig kommt man am besten mit einem zweiten – bei der Anreise hier geparktem – Auto.

„Wenn Berge da sind, weiß ich, dass ich da hinaufgehen kann, um mir von oben eine neue Perspektive vom Leben zu holen.“

- Hubert von Goisern -

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